Im August 2020 erhielt ProProcess den Auftrag für die Planung, Beschaffung und den Bau der mobilen Feinflotations-Pilotanlage für Anglo American. Diese erstklassige Testanlage für die Optimierung des Platin-Konzentrat-Flowsheets musste so konzipiert sein, dass sie möglichst leicht auf der Straße transportiert werden kann, da die Pilotanlage an verschiedenen Konzentratorstandorten von Anglo eingesetzt werden soll. Zu diesem Zweck wurde die gesamte Anlage, bestehend aus mehr als 40 Flotationszellen (einschließlich einer Hochintensitätsflotationszelle), einer Mühle, ca. 30 Tanks (einige davon mit Rührwerk), ca. 50 Pumpen (einschließlich Zentrifugalschlamm-, Peristaltik- und Vertikalspindelpumpen), Gebläsen, Kompressoren usw., auf 16 straßentaugliche ISO-Rahmenkufen montiert, die den Abmessungen eines 40-Fuß-Schiffscontainers entsprechen.
Wir haben die Leiter der einzelnen Fachbereiche gefragt, mit welchen gestalterischen Herausforderungen sie bei diesem Projekt konfrontiert waren, und sie haben Folgendes zu sagen:
Stefan Van Dyk (Projektleitung): Ziel dieses Projekts war es, eine modulare, transportable, kostengünstige und zweckmäßige Pilotanlage zu bauen. Pilotanlagen stellen weitaus weniger strenge Anforderungen an die Ausrüstung als Produktionsanlagen, was berücksichtigt werden muss, um eine Überplanung der Anlage und damit eine unnötige Verteuerung der Investitionskosten zu vermeiden. Dies erforderte viel unkonventionelles Denken, und es wurden viele neue Ideen und Konzepte erforscht, um eine für den jeweiligen Zweck gebaute Anlage zu gewährleisten.
Anglo American stellt sehr hohe Anforderungen an Sicherheit, Wartungsfreundlichkeit und Betrieb seiner Produktionsanlagen. Da die Pilotanlage in einer Produktionsumgebung eingesetzt werden sollte, war es von entscheidender Bedeutung zu bestimmen, welche Standards einzuhalten waren und wo Zugeständnisse gemacht werden konnten.


